Kopenhagen


Kopenhagen ist die Hauptstadt und der Regierungssitz von Dänemark. Das Profil der Stadt wird von einem historischen Stadtzentrum mit schönen mittelalterlichen Gebäuden geprägt, obgleich viele der interessanten architektonischen Sehenswürdigkeiten, die Kopenhagen als führendes Designzentrum bekannt gemacht haben, erst in den letzten paar Jahrzehnten entstanden sind.

Der Kaufmannshafen
Als Siedlung bestand Kopenhagen seit über 6000 Jahren, aber urkundlich erwähnt wurde die Stadt erstmals im Jahr 1043 unter dem einfachen Namen „Hafen“. Zu dieser Zeit hatte die Stadt wenig strategische oder politische Bedeutung und bestand größtenteils aus einer Ansammlung von Fischerhütten aus Lehm. Das Wachstum der Stadt begann, als sie zu einem Knotenpunkt und einer Verbindung zwischen Seeland und Skane wurde, das zu dieser Zeit zum Königreich Dänemark gehörte.
Im Jahr 1150 wurde Bischof Absalon die Macht über die Stadt erteilt, der eine neue Festung errichten ließ, um den Kaufmannshafen – „København“ – Kopenhagen zu verteidigen. Die Bedeutung der Stadt nahm zu, und 1397 wurde Kopenhagen zum Zentrum des vereinigten Skandinaviens unter Königin Margrethe I. Kopenhagen lag zentral im Königreich, das Dänemark, Norwegen und Schweden umfasste, und wurde sowohl zu einem militärischen als auch politischen Zentrum.

Kopenhagen in Gebäuden
Architektonisch gesehen zeichnet sich das historische Stadtzentrum durch die vielen attraktiven Gebäude aus, die Christian IV während seiner Herrschaft von 1596 bis zu seinem Tod im Jahr 1648 erbauen ließ – darunter Schloss Rosenborg, der Runde Turm, die Börse, Nyboder, der Stadtteil Christianshavn (Christania) und das schöne Schloss Frederiksborg.

Obgleich große Teile der älteren Gebäude Kopenhagens bei mehreren Großbränden im 18. Jahrhundert sowie in den Jahren 1801 und 1807 zerstört wurden, als die englische Flotte die Stadt während der Napoleonischen Kriege unter Beschuss nahm, zeichnen die Stadt immer noch viele historische Gebäude aus, die neben neuen architektonischen Schmuckstücken wie dem „Schwarzen Diamanten“, der Oper und der Turbinehallerne stehen.

Kopenhagen als Zentrum des Wissens
Als Hauptstadt von Dänemark hat die Stadt immer einige der brillantesten Persönlichkeiten und kulturellen Größen des Landes angelockt, wie Hans Christian Andersen und Søren Kierkegaard, dank denen Dänemark weltweit in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Heute ist Kopenhagen auch das führende Zentrum des Wissens Dänemarks, und die Universität von Kopenhagen ist die größte Universität des Landes.

Eine lebhafte Stadt
In puncto Kultur, Musik, Architektur und Design ist Kopenhagen auf dem neuesten Stand. Die Stadt ist Gastgeber eines alljährlichen Jazzfestivals, bei dem es ein großes Angebot an kulturellen Veranstaltungen gibt, die in etablierten Theatern, kleineren Nischentheatern, Musikspielstätten und Galerien stattfinden. Kopenhagen ist außerdem der Ort, wo die dänischen Sporthelden gefeiert werden, wenn sie von Meisterschaften und den Olympischen Spielen heimkehren.

Des Weiteren ist Kopenhagen für seine Modewoche weltweit bekannt, bei der Käufer aus der ganzen Welt anreisen, um dänisches Design zu erwerben, das für seine klare Linienführung, aber auch für seine starke kreative Energie und den spielerischen Umgang mit Design und Mode bekannt ist.

Grüne Stadt
In den letzten Jahren hat sich die Stadt stark auf die Umwelt konzentriert und übernimmt mit seiner Biokost, Recycling und der Nutzung alternativer Energiequellen in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterrolle, was den grünen Lebensstil betrifft.
2008 wurde Kopenhagen von dem britischen Lifestyle-Magazin Monocle zur lebenswertesten Stadt ernannt. Monocle war von den vielen Grünflächen und den sauberen Hafenbecken und Kanälen Kopenhagens sehr beeindruckt, in denen man bedenkenlos schwimmen kann, ganz zu schweigen von den vielen gut aussehenden Menschen, die ihren Müll recyceln und sich auf Fahrrädern durch die Stadt bewegen.


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